Janka Industries

Das Janka-Industries Tonstudio ist eine mit den Jahren natürlich gewachsene Biosphäre aus Kreativität und Technikleidenschaft. Dies ist kein von Geschäftsmenschen geplanter Ort, sondern ein Platz in dem Kreativität mit höchsten audiophilen Ansprüchen gepaart wird. Dabei ordnet sich die Technik immer der Musik unter, und sie kann auch unkonventionell eingesetzt werden, um auch ungewöhnlichen musikalischen Ansätzen gerecht zu werden. Die Technik soll unterstützen und inspirieren, und nicht Mittel zum Zweck sein. Nicht zuletzt deshalb finden sich auch nur die besten Gerätschaften in den Janka Industries Studios.

Recordingphilosophie Chris Janka

Tontechnik vereint perfekt Technik mit Kunst, und da ich beides zu meinem Lebensinhalt  erklärt habe, versuche ich in beidem eine gewisse Perfektion zu erreichen. Das Janka-Industries-Studio habe ich mir mit den Jahren  auf den Leib geschneidert, vieles habe ich selber entworfen und gebaut, viel Vintage Equipment aufgestöbert und restauriert. Ich bevorzuge analoges Equipment da es mich inspiriert und eine gewisse Soundästetik mitbringt die mir entgegenkommt. In den letzten 15 Jahren habe ich damit unzählige Produktionen von Jazz über Rock , Electronics, Hörspiel, etc. verwirklicht und mir meine eigene Arbeitsweise angeeignet:

Beim Recording nehme ich bevorzugt gleich so auf, wie es am Ende klingen soll. Dies lässt mehr Feinheiten beim Mixing zu, das Endergebnis wird detaillierter. Am besten befinden sich alle MusikerInnen in einem Aufnahmeraum, dies fördert die Musikalität und erzeugt einen homogenen Raumklang. Nur wenn sehr laute mit leisen Instrumenten zusammen spielen, sollten sie in getrennten Räumen aufgenommen werden. Oder, wenn zu wenig Platz ist……

Beim Mixing soll eine gewisse Dreidimensionalität erreicht werden, also nicht nur ein Stereofeld zwischen den zwei Lautsprechern, sondern vor allem auch davor und dahinter. Ein so gemischter Song ist meiner Erfahrung nach spannender anzuhören, und dadurch auch langlebiger. Immer wieder bin ich erstaunt wie dies vor allem auch auf elektronische und nicht live eingespielte Musik zutrifft.

Dieser Vorteil bleibt aber nur erhalten wenn man dies beim Mastering auch berücksichtigt. Meine Masteringkette, also die Anordnung der Audioprozessoren, habe ich jahrelang akribisch entwickelt und mit selbstgebautem Equipment verfeinert. Nun bin ich in der Lage, die Vorteile einer Audioproduktion gezielt herauszuarbeiten und die Schwächen in den Hintergrund zu rücken.

Diese Herangehensweise muss natürlich mit der der KünstlerInnen abgeglichen, und evtl. auch abgeändert werden,  je nachdem wie es am besten mit den beteidigten Persönlichkeiten und der zu erschaffenden Musik zusammenpasst. Dieser Aspekt wird leider am meisten unterbewertet, denn was nützt die beste Technik, wenn sich die KünstlerInnen nicht wohl fühlen, oder wenn die Technik die künstlerische Vision nicht versteht?

Chris Janka